Warum eine reine Übersetzung nicht ausreicht
Eine mangelnde Übereinstimmung der Suchbegriffe ist der Hauptgrund dafür, dass direkte Übersetzungen zu schlechten Ergebnissen führen. Ein häufig verwendeter englischer Suchbegriff führt, wenn er wörtlich ins Deutsche oder Japanische übersetzt wird, oft zu einer Wortgruppe, die Muttersprachler selten in eine Suchmaschine eingeben. Suchmaschinen bewerten Seiten, die den tatsächlichen Suchanfragen entsprechen – nicht Seiten, die zwar grammatikalisch korrekte, aber selten gesuchte Wortgruppen enthalten.
Der kulturelle Kontext beeinflusst zudem die Bedeutung und Relevanz von Inhalten. Metaphern, Redewendungen und Anspielungen, die bei einem amerikanischen Publikum Anklang finden, können Leser in Südkorea oder Brasilien verwirren oder abschrecken. Wenn Nutzer Inhalte verlassen, die sich unnatürlich anfühlen, interpretieren Suchmaschinen dieses Interaktionssignal als Indikator für eine Herabstufung im Ranking.
Die Suchabsicht selbst variiert je nach Sprache und Region. Dasselbe Thema kann in einem Markt eine informative Absicht haben, in einem anderen hingegen eine transaktionale. Eine übersetzte Seite, die diese Unterschiede in der Suchabsicht außer Acht lässt, wird schlecht ranken, da sie nicht das bietet, wonach die Nutzer in dieser Region tatsächlich suchen.